Fachkonzept Regeln

Explizite und implizite Beschreibung von Wissen

Wir betrachten weiterhin den Stammbaum der griechischen Götter:

Wollte man das gesamte Wissen über die Miniwelt "Halbgötter-Camp" explizit mit Hilfe von Fakten beschreiben, so müsste man eine riesige Wissensbasis erstellen.

% Fakten
maennlich(cronus).
maennlich(zeus).
...
kind(harley,hephaistos).
kind(chris,hephaistos).
...
mutter(rhea, hera).
mutter(rhea, zeus).
...
vater(cronus,hera).
vater(cronus,zeus).
...

Geschickter ist es, wenn man das Wissen implizit durch Regeln beschreibt.

Wissensbasis einer Miniwelt aus Fakten und Regeln[1]

Regeln

Eine Regel besteht aus einem Regelkopf, dem Regeloperator ":-", einem Regelrumpf und einem abschließenden Punkt.

Aufbau von Regeln[2]

Regeln legen Prädikate mit Hilfe von Wenn-Dann-Aussagen fest. Wenn alle Bedingungen des Regelrupfes erfüllt sind, dann soll die durch den Regelkopf dargestellte Folgerung gelten. Das heißt, bei einer Ja-Nein-Anfrage liefert der Prolog-Interpreter dann true. als Ergebnis und bei einer Ergänzungsanfrage gibt er nur Belegungen aus, bei denen alle Bedingungen des Regelrumpfes erfüllt sind.

Beispiel: Die Regel

vater(X, Y) :- kind(Y, X), maennlich(X). 

entspricht der Wenn-Dann-Aussage

wenn [kind(Y, X) und maennlich(X)], dann vater(X, Y).

Etwas formaler kann man diese Wenn-Dann-Aussage auch so darstellen:

kind(Y, X) ∧ maennlich(X) -> vater(X, Y).

Das Symbol ∧ steht hier für ein logisches UND, der Pfeil -> für eine logische Implikation (wenn ..., dann ...).

Unsere (Prolog-) Schreibweise oben benutzt ein Komma zur Darstellung des logischen UND-Operators. Das Symbol :- kann als Pfeil (<-) aufgefasst werden.

Quellen

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